Reinigung RSA

Grundlehrgang für die Reinigung von Schießanlagen einschließlich Vernichten von Treibladungspulverrückständen.

Staatliche Anerkennung vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Saarland, Az.: 7232-0210#0010 vom 11. April 2014

A C H T U N G
Meine oben aufgeführte staatliche Anerkennung für den Grundlehrgang „Reinigung von Schießanlagen einschließlich Vernichten von Treibladungspulver, Dauer 1 Tag, gilt nur noch bis zum 10. April 2019.
Seit dem 16. April 2018 ist vom BMI „Die Bekanntmachung der Grundsätze für die Anerkennung und Durchführung von Lehrgängen nach dem Sprengstoffgesetz“ erlassen worden.
In diesem ist der Lehrgang „Gewerbliche Reinigung von Schießständen“ festgelegt worden. Dieser Lehrgang dauert 2 Tage. Entsprechend wird auch die Lehrgangsgebühr für diesen Lehrgang angehoben werden.
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Zielgruppe für diese Reinigungsarbeiten sind gewerbliche Reinigungsunternehmen (§ 7 Erlaubnis und Befähigungsscheininhaber nach § 20 SprengG) sowie nichtgewerbliche Anwender im Rahmen einer Erlaubnis nach § 27 SprengG.
Nach der Schießstandrichtlinie (BMI vom 23.07.2012) und dem Sprengstoffgesetz fällt das Reinigen von Schießanlagen unter dem Bereich des Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen und stellt somit eine erlaubnispflichtige Tätigkeit dar.
Dazu zählen das Reinigen der Zu- und Abluftanlagen sowie das Entfernen von Ablagerungen durch Treibladungspulverresten an Wänden und Boden.

Im Rahmen des Lehrgangs können die Teilnehmer nach bestandener Prüfung ein Zeugnis erlangen, das Sie berechtigt einen Befähigungsschein nach § 20 Sprengstoffgesetz (oder einer Erlaubnis nach § 7 SprengG) bei ihrer zuständigen Behörde zu beantragen. Der Befähigungsschein nach § 20 SprengG ist erforderlich, um Reinigungen in Raumschießanlagen wie zum Beispiel bei der Polizei, Bewachungsunternehmen oder Schützen- und Jagdvereinen durchführen zu dürfen. Ein Befähigungsscheininhaber muss bei den Reinigungsarbeiten permanent zugegen sein und die Arbeiten beaufsichtigen und überwachen. Er gewährleistet den fachgerechten Umgang mit den Treibladungspulverresten im Sinne des SprengG und die Reinigungsart nach der Schießstandrichtlinie vom BMI.
Der Lehrgangsteilnehmer erfährt das mögliche Unfallgeschehen von Schießstandbränden, die erforderliche Gesetzeslage, die Arten von Treibladungspulver und deren Eigenschaften, die gesetzlichen Arten und Verfahren der Reinigung, das praktische Abbrennen von Treibladungspulverresten und den Umgang mit Blei bei der Reinigung von Geschossfängen.


Zulassungsvoraussetzung:
gemäß § 34 Abs. 1 und 2 sowie § 35 Abs. 1 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) in Verbindung mit § 8 Abs. 1 Nr. 1 und 2, Buchstaben b und c des Sprengstoffgesetzes (SprengG):
• Unbedenklichkeitsbescheinigung von der für die Erteilung der Erlaubnis / des Befähigungsscheines zuständigen Behörde (Gewerbeaufsichtsamt oder Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz), deren Ausstellung zu Lehrgangsbeginn nicht älter als 12 Monate zurückliegen darf;
• Vollendung des 21. Lebensjahres;
• Persönliche Eignung (wird von der zuständigen Behörde geprüft).

Lehrgangsinhalte (acht Ausbildungsstunden, je 45 Minuten):
• Einführung in das Sachgebiet; Gründe für die Reinigung von Schießständen
• Die Vorgänge beim Schießen; Arten von Schusswaffen, Munition zum Verschießen aus Schusswaffen, Ladungen, Geschosse, Mündungsballistik, Gefahrenbereich, Zielballistik
• Reinigung von Raumschießanlagen (Wo treten welche Gefahrstoffe auf?, Unterweisungspflicht DGUV V1, TRGS 727 Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladung, Betriebsanwisung - Reinigung von RSA - Treibladungspulversreste)
• Anforderung an die Beseitigung von Kehricht aus Schießanlagen (Zusammenstzung des Kehrichts, Reinigung der Schießanlage, Schadlose Vernichtung und Beseitigung)
• Praktische Einweisung und praktische Prüfung in dem Abbrand von Treibladungspulverresten (geeignetes Personal, erforderliche PSA, erforderliche Arbeitsmittel, vorbeugenden Brandschutz)
• Arbeitsschutz (Schießstandrichtlinien, Anleitung zur Gefährdungsbeurteilung, TRGS 505 – Blei, Arbeitsmedizinische Vorsorge)
• Rechtsvorschiften und Rechtsgrundlagen; Sprengstoffrecht, Waffenrecht, Gefahrgutrecht, Umweltrecht, Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht, Zivilrecht - Haftungsfragen
• Schriftliche Prüfung


Abschluss:
Mit der Teilnahme am Lehrgang „Grundlehrgang für die Reinigung von Schießanlagen einschließlich Vernichten von Treibladungspulverrückständen“ und der erfolgreich bestandenen schriftlichen Prüfung erhält der Lehrgangsteilnehmer ein Zeugnis über die Teilnahme an einem staatlich anerkannten Lehrgang nach § 32 der 1. SprengV.

Lehrgangskosten:
550,00 EUR zzgl. 19% MwSt. (für Kategorie 1 und 2)
incl. Umfangreichen Lehrgangsmaterial, Prüfungs- und Dokumentengebühr sowie Getränke.


Termine:

Kategorie 1:
Acht Ausbildungsstunden (je 45 Minuten), Beginn 09:00 Uhr – Ende 16:30 Uhr
+ auf Anfrage

Kategorie 2:
2x vier Ausbildungsstunden (je 45 Minuten), Beginn 17:00 Uhr – Ende 20:15 Uhr
+ auf Anfrage

Kategorie 3:
Einzelausbildung
+ auf Anfrage


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Anmeldung: Formular: Reinigung RSA

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